Hahnenfuß

Ranunculus

In den skandinavischen Gebirgsregionen existieren zwei Hahnenfußarten, die sich als wahre Überlebenskünstler erweisen. Sie wachsen oberhalb der Baumgrenze auf exponierten Standorten, in denen Bäume keine Überlebenschance haben. Gehölze können sich wegen der niedrigen Temperaturen nicht mehr durchsetzen und machen den Weg frei für niedrigwüchsige krautige Pflanzen. Eine der Blütenpflanzen, die sich an extreme Bedingungen im Gebirge angepasst haben, ist der Schneehahnenfuß (Ranunculus nivalis). Er entwickelt gelbe Blüten und variable Wuchsformen, die vom Standort abhängen. An windexponierten Stellen breiten sich die gelappten Blätter flächig über dem Boden aus. Ist der Standort durch Geröllfelsen geschützt, wächst der Schneehahnenfuß in die Höhe. Diese Art wird in Sachen Höhenverbreitung vom Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) übertrumpft. Diese Pflanze entwickelt reinweiße Blüten mit einem gelben Blütenzentrum. Im vegetativen Zustand ist sie nur schwer vom Schneehahnenfuß zu unterscheiden. Diese Art hält den skandinavischen Höhenrekord unter den Gefäßpflanzen. Beide Hahnenfüße haben gemeinsam, dass sie sich in der Nähe von Schneefeldern und Gebirgsbächen ansiedeln. Sie wachsen an kalten und nassen Standorten, wo sich kaum eine andere Pflanze etablieren würde.

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