Alpen-Milchlattich

Cicerbita alpina

In den Gebirgslagen wächst ein Korbblütler auf baumlosen Anhöhen oder in nährstoffreichen Wäldern, der mit seinem stattlichen Wuchs die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Stängel erreicht Wuchshöhen bis zu 140 Zentimeter. Am geeigneten Standort überwuchert der Alpen-Milchlattich große Flächen und entwickelt eine dichte Hochstaudenflur, die kaum eine andere krautige Pflanze durchdringen kann. Sie benötigt fließendes Oberflächenwasser oder austretendes Quellwasser. Den frostigen Winter übersteht die mehrjährige Pflanze unter einer dicken Schneedecke.

Erkennen

Der Alpen-Milchlattich ist erkennbar an seinen leuchtend blauen Korbblüten. Sie drängen sich in einer dichten Traube zusammen. Er bildet dichte Bestände aus und entwickelt Sprossachsen, die bis zu zwei Meter hoch werden können. Sie sind übersät mit eingeschnittenen Stängelblättern, dessen Ende dreieckig zugespitzt ist. Der Blattrand ist gezähnt.

Interessantes

Cicerbita alpina trägt die schwedischen Bezeichnungen björngräs (Bärengras) und björnkål (Bärenkohl). Die nordischen Bauern gingen davon aus, dass die Pflanze eine beliebte Nahrungsquelle für Bären darstellte.

Blüten, Blätter und Stängel der Pflanze sind essbar. Währen Blüten und Stängel eher mild schmecken, haben die Blätter einen mehr oder weniger bitteren Geschmack. Die Stängel werden geschält. Alle Pflanzenteile können roh verzehrt, wie Spinat zubereitet oder in Milch gekocht werden.

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