Norna

Calypso bulbosa

Wie aus dem Bilderbuch wirkt es, wenn diese Pflanze ihre ästhetisch geformte öffnet. Grazile Kronblätter und filigrane Blütenorgane sind in sinnliche Farbtöne getaucht und mit dezenten Mustern gesprenkelt – so zeigt sich diese Orchidee auf kalkreichen Böden in sumpfigen Nadelwäldern oder bewachsenen Gräben.

Blüte in Seitenansicht | © Christine Riel

Wie alle Orchideen hat sich auch die Norna auf ganz bestimmte Bestäuber spezialisiert. Ihre auffällige Blüte imitiert den Körper einer Hummel. Aus ihr strömt ein leicht süßlicher Duft, der einige an Vanille erinnern soll, aber wohl mehr an verführerisches Parfum erinnert. Ist die Hummel an der Blüte angekommen, sucht sie vergebens nach der Süßspeise. Nektar produzieren die Blüten nicht. Aber die Hummel ist drauf reingefallen, hat Pollen abgesammelt und trägt diesen nun zur nächsten Blüte.

Norna mit Blatt | © Christine Riel

Der schwedische Artname Norna geht auf die Nornen zurück: weibliche Wesen der nordischen Mythologie, die von Göttern, Elfen oder Zwergen abstammen und das Schicksal bestimmen. Sie leben am Fuße des Weltenbaums Yggdrasil. Die Nornen besprengen den Baum mit heiligem Wasser und schenken ihm neue Lebenskraft. Auch wir fühlten uns beflügelt, als wir diese Orchidee am Wegesrand fanden.

Zum Artportrait in der:

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